Macropodus erythropterus - meine Erfahrungen

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Macropodus erythropterus - meine Erfahrungen

Beitragvon Sven Müller » 04.01.2018 - 20:23

Hallo, hier ohne nachgesucht zu haben meine Erfahrungen mit Rotrückenmakropoden. Vielleicht hilft es jemanden...

Im September 2015 legte ich mir 4 Rotrückenmakropoden zu, um den Gartenteich frei von Mücken zu halten. Ging ein paar Tage gut, dann kam ein starker Regen und alle 4 Makropoden fand ich vertrocknet am Ufer wieder. Dies wiederholte sich nochmal, dann hab ich mit beschichtetem Maschendraht den Teich abgedeckt. Zuletzt befanden sich 2 Fische drinnen: 1x Rotrückenmakropoden Männchen und 1x Paradiesfisch Männchen (dachte ich, später kam heraus das es ein Weibchen war).

Nach dem Umsetzen in das Kelleraquarium Anfang September (gleiches Wasser: Zisternen/Regenwasser) begann nach wenigen Tagen das Rotrückenmännchen ein Schaumnest zu bauen. Es folgte Imponiergehabe und siehe da: aus dem Paradiesfischmännchen war ein Weibchen “geworden”. Eiablage wie üblich bei Fadenfischen. Das Weibchen wurde dann recht robust vertrieben und auch im Versteck bewacht, gelegentlich nur wurden neue Schaumblasen zum Nest gebracht. Das Weibchen musste ich später jedoch entfernen.
Nach Schlüpfen der Jungen wimmelte es nur so vor Fischen am Nest, nach etwa 5 Tagen waren diese im ganzen Becken in den Schwimmpflanzen sichtbar. Zufütterung erfolgte mit Sera Micron. Mit Zunahme der Größe bildeten sich 2 Fraktionen aus: 1. Jungfische die immer nur an der Wasseroberfläche waren und 2. Jungfische, die immer nur am Bodengrund sich aufhielten. Was sich deutlich auf das Wachstum auswirkte: oben wuchsen sie doppelt so schnell. Natürlich suchte ich im Internet nach genau dieser Konstellation der Eltertiere und dem Sozialverhalten, fand aber nicht viel. Spannend war: das Männchen sammelte regelmäßig am Tag Jungfische vom Boden auf, nahm sie in das Maul und spuckte den Haufen Jungfische nahe der Wasseroberfläche wieder aus. Ab und an wurden auch Jungfisch nach oben gejagt. Dies ging etwa 2-3 Wochen lang so weiter.

Nach 10-12 Wochen wunderte ich mich, das wieder ein kleines Schaumnest gebaut wurde, obwohl ja nur noch das Männchen mit den Jungfischen (jetzt noch etwa 30) im Becken war. Die 3 größten Jungfische nahm ich aus dem Becken und setzte sie um, ein paar Tage später nahm die Anzahl der restlichen Jungfisch rapide ab. Schnell holte ich noch auffindbare heraus, beobachtete wie das Männchen gezielt vereinzelte Jungfische jagte und frass. Innerhalb von 4 Tagen gab es keinerlei Jungfische mehr. 7 habe ich noch gerettet.

Nach 14 Wochen sind die größten 2 knappe 2cm groß, die kleinsten aus dem gleichen Wurf aber nur 1cm. Alle sind sehr gefräßig, vor allem an Futter was deutlich größer ist als ihr Maul. Labyrinthfunktion erkenne ich nur bei den größeren Jungfischen. Sie springen sehr gerne, beim Öffnen der Futterklappe habe ich schon einige über den Mittelsteg des Beckens hüpfen sehen. Daher sicher auch die Verluste der ersten 4 Tiere im Teich.
Viele Grüße, Sven IGL 1006
Macropodus ocellatus "Incheòn Chemulpo Seoul" DNZ 2018
Macropodus ocellatus "Wuxi/Taihu Lake" tSM 2018
Trichogaster lalius "Kalkutta" WF 2018
Sven Müller
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